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NO SMARTTAGS & CO !

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S C U M W A R E


Mit rasanter Geschwindindigkeit wächst ein rechtlichlich fragwürdiger Markt mit gestohlenem Textcontent, der für kommerzielle Verlinkung mißbraucht wird. Die Rede ist von Scumware.

Im folgenden beschreiben wir die uns zur Zeit bekannten Programme:

Smarttags von Microsoft
- zurückgezogen -

Screenshot

Erste Aufmerksamkeit erregte Microsoft mit der Implementierung von SmartTags in Windows XP (samt Office) und in den MSIE 6.0. Die Funktion der SmartTags unterlegt Firmennamen oder willkürlich ausgewählte Worte auf jeder beliebigen Webseite mit einer gestrichelten, violetten Linie. Klickt der Surfer auf ein Smart Tag, öffnet sich ein Fenster, das ihm neben einem Verweis zur jeweiligen Firmensite auch "Company News", einen "Company Report" sowie aktuelle und historische Börsenkurse des Unternehmens offeriert. Vornehmlich MS orientierte Sites sollten dabei verlinkt worden sein.

Nach einem Sturm der Entrüstung, insbesondere in den USA (siehe HEISE-News) zog Microsoft die Implementierung der SmartTags zurück. Wobei es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis ein neuerlicher Versuch gestartet wird, diese doch recht profitversprechende Technologie einzusetzen.

TopText
von eZula
Programm: KaZaA

-aktuell-

Screenshots

Nachdem das Thema SmartTags vorläufig als beendet angesehen werden durfte, verfolgt TopText nun um so rigoroser die gleiche Strategie, und geht dabei noch weit über die gesteckten Grenzen von Microsoft hinaus. Es ist keine Möglichkeiten für Webbetreiber vorgesehen, die Funktion von TopText auszuschließen.

Durch die massenhafte Verbreitung der Software KaZaA, einem Peer-to-Peer Tool, welches sich als Nachfolger des legendären Napster versteht, befindet sich TopText als Programmzusatz von KaZaA bereits auf mehr als 2 Millionen Rechnern, lt.Aussage des Betreiber eZula.

Die Funktion von TopText fügt zusätzliche Werbelinks in gelber Farbe in die mit dem Internet Explorer angezeigten Texte von Webseiten ein. Selbstverständlich erhalten die Seitenbetreiber keinen Penny der aus den Klicks auf diese Links gewonnenen Einnahmen, wurde ja nicht einmal deren Einverständnis eingeholt.

Es spricht für sich, daß TopText von dem sehr empfehlenswerten Antispyprogramm AD Aware als Spyware erkannt wird und entfernt werden kann. Weitere Informationen zu Spyware und deren Risiken.

Es bildet sich zur Zeit eine rasch wachsende internationale Gemeinschaft von Webmastern, die sich insbesondere gegen die Machenschaft von eZula zur Wehr setzt:

anti eZula Petition und Kampf gegen eZula
sowie scumware.com    alle hier genannten Sites in englischer Sprache. Wir werden die wichtigsten Inhalte hier in deutscher Sprache für Euch bereithalten.

Gator
-aktuell-

Eine besonders hinterhältige Art von Scumware verbirgt sich hinter der Software von Gator, dessen Betreiber ihr Programm als userfreundliche Surfhilfe an den Mann bringen wollen. Mit Gator soll es dem Nutzer erleichtert werden, Formulare mit den eigenen, in Gator gespeicherten Nutzerdaten, wie Name, Anschrift, Emailadresse, aber auch Bankverbindungen und Passwörter, per Klick schneller auszufüllen.

Bedenklich wird die die Sache, wenn man den Betreibern von Gator ein wenig auf die Finger schaut. So wird gegenüber Werbekunden mit folgenen Worten argumentiert:

Imagine the impact on your business if you could identify and communicate with millions of consumers anywhere on the Web at the moment they are researching & considering a purchase in your product category ... even at a competitor's site

Wen identifizieren, wenn nicht den durch seine in Gator gespeicherten User? Wir raten hier zu einer gesunden Portion an Vorsicht mit kritischen und sicherheitsrele-vanten persönlichen Daten.

Auch die Praxis der Gator-Betreiber, auf Webseiten die originalen, vom Webmaster eingestzen Banner, welche oft die einzige Einnahmequelle für den Webseitenbe-treiber darstellen, mit eigenen Gatorkunden - Bannern zu überpflastern, läßt an Redlichkeit und Seriosität zweifeln und stellt unseres Erachtens eine massive Verletzung des Wettbewerbsrechtes dar.

Einem Betreiber, der mit solchen unethischen Mitteln arbeitet, sollte man nicht einmal seine Emailadresse anvertrauen und nur mit paranoid anmutender Vorsicht begegnen.

Lt. Gator-Betreibern gibt es zur Zeit über 10 Millionen User, die dieses Programm auf ihrem Rechner installiert haben.

EasyLink
von Filemix (Surf+)
-aktuell-

Eine weitere Variante von Scumware finden wir mit Easylink von Surf+. Auch hier wird wieder mit angeblich hilfreichen Usertools versucht, die Scumware auf die Rechner der User zu installieren.

EasyLink ist in seiner Funktion eng verwandt mit Toptext und verwandelt beliebige Worte aus Texten von Webseiten in Links von einer häßlich grünen Farbe um.

Ein großteil dieser Links führt auf pornografische Seiten, was bereits Webseitenbetreiber von jugendorienterten Websites veranlaßt hat, auf diese Gefahr aufmerksam zu machen. (siehe kidsfreeware).

WebBlaster von Assoziations-blaster.de
-aktuell-


Screenshots

WebBlaster ist vom Prinzip und der Programmierungs-struktur her ähnlich aufgebaut wie TopText und Easylink, indem es willkürlich Worte aus den Texten von Websites zu auffälligen gelben Links mit schwarzen Hintergrund macht. Zur Zeit verweisen diese Links auf das Webblaster - eigene Definitionsforum, in welchem die WebBlaster-User eigene Definitionen erstellen können.

Es ist jedoch kein großer Schritt notwendig, um auch hier komerziellen Nutzen zu erzielen.

Bei Webseiten mit Framesets zeigt sich ein weiterer erheblich störender Einfluß: es wird in JEDES! Frame ein Mini-Popup eingefügt, was das Design einer Site bis zur Unkenntlichkeit entstellen kann.

Goodi von Jaron Internet GmbH
-aktuell-


Screenshots

Ein weiteres Tool der Gattung Scumware ist Goodi, wenngleich von harmloserer und weniger störender Natur.
Nach eigenen Angaben ist es ein "Consumer Interest Assistant (CIA), der automatisch "erkennt", was Sie gerade interessiert". Auch hier ist also die Verbindung zu Spyware naheliegend und das Tool mit entsprechender Vorsicht zu genießen - das eigens gewählte Kürzel spricht bereits für sich selbst :)

Weiter heißt es: " Goodi reagiert, sobald auf einer Internetseite ein Begriff gefunden wird, zu dem in der Goodi-Datenbank ein Angebot oder eine Zusatzinformation existiert. Wird eine Übereinstimmung gefunden, "zwinkern" die Goodi-Augen. Beim Maus-Over öffnet sich ein Fenster, in dem Sie das Keyword und die dazugehörige Beschreibung sehen. "

Aber auch hier gilt: es wird aus der Arbeit und dem Aufwand des Webbetreibers ein wirtschaftlicher Nutzen gezogen.

Pornolize de JUNIKS/UGC 2001
-actual-

Vorläufig der Letzte in der Reihe unserer Recherchen, und im wahsten Sinne des Wortes "das Allerletzte" ist der Beitrag von Pornolize.

Hier werden die Worte in Texten von Websites einfach mit Schmuddelausdrücken der Pornoscene versehen. da es sich jedoch um eine reine webbasierte Applikation handelt, die (ähnlich dem Service des Anonymizers) an die eigene Webadresse per CGI Script die URL der zu pornolizenden Site hinzufügt, ist hier ein Blockieren per Javascript nicht schwer.
(Code wird schnellstmöglich hier veröffentlicht)

 
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Pepe Lopez Network
Salzberger Weg 6,
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V.i.S.d.P.:
Marion Biermann
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